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UDI-Codes direkt auf Tyvek drucken

  • Von Volker Watzke
  • September 12, 2018
  • Life-Sciences

Tyvek ist ein Material mit vielen Vorteilen für die Verpackung von Medizinprodukten. Es so zu bedrucken, dass die Markierung dauerhaft gut lesbar ist, bringt eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Die Aufgabe lässt sich aber mit einem Hochgeschwindigkeits-Thermotransferdrucker erfüllen.

Wer die Anforderungen der Unique Device Identification (UDI) erfüllen möchte, muss eine Kennzeichnung unter anderem auf der Verpackung seiner Produkte anbringen.

Die Kennzeichnung muss qualitativ hochwertig, haltbar und langfristig lesbar sein, selbst dann, wenn das Produkt in der Verpackung sterilisiert wird. Ein für solche Verpackungen häufig eingesetztes Material ist Tyvek.

Was ist Tyvek und welche Schwierigkeiten ergeben sich bei der Kennzeichnung?

Tyvek ist ein Vliesstoff aus hochverdichtetem Polyethylen. Er ist reißfester und strapazierfähiger als normales Papier, stellt für Mikroorganismen eine Barriere dar – und er ist dampf- und luftdurchlässig, was für die Sterilisation wichtig ist.

Für das Bedrucken allerdings ist die faserige Struktur, die diese Durchlässigkeit erst ermöglicht, eine Herausforderung. Tinten und Verbrauchsmaterialien, die beim Drucken erforderlich sind, können in die Verpackung wandern. Diesen Effekt gilt es jedoch zu vermeiden, ebenso wie das Verwischen des Aufdruckes. Und da das Material Tyvek nicht saugfähig ist, ist der Einsatz von wasserbasierten Materialien beim Druck ebenfalls nicht ohne Weiteres möglich.

Welche Technologien eignen sich für die Codierung von Tyvek?

Folgende Kennzeichnungsverfahren kommen grundsätzlich in Betracht:

Thermo-Inkjet-Kennzeichnung (TIJ) mit ethanolbasierenden Tinten,

Thermotransfer-Kennzeichnung (TTO) für den Einsatz auf Medizinprodukten und speziell auf Tyvek-Materialien,

Drop-on-Demand-Verfahren mit schnelltrocknenden Tinten,

Etikettierung,

• sowie ggf. weitere Technologien nach entsprechenden Tests.

Durch die Erfordernis, einzigartige Codes aufzubringen, werden Druckwalzen und Heißpräger, die sehr unflexibel sind, zunehmend ausgetauscht. Daher kommen variable Kennzeichnungstechnologien, die heute schon im pharmazeutischen Umfeld, in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie weiteren Industriezweigen flächendeckend eingesetzt werden, zunehmend zum Tragen.

Lösung sollte auf Bedürfnisse zugeschnitten sein

Domino bietet die oben genannten Lösungen an und besitzt im Bereich der Medizintechnik eine große Expertise bei der Bedruckung von Tyvek-Materialien. Die Verbrauchsmaterialien wie Tinten und TTO-Farbbänder entsprechen den REACH-Kriterien, was bedeutet, dass keine kanzerogenen, toxischen oder schwangerschaftsgefährdenden Stoffe zum Einsatz kommen.

Zudem entwickelt Domino weitere Verbrauchsmaterialien, um der Branche zukünftig noch mehr Möglichkeiten bieten zu können. Aufgrund der enormen Produktvielfalt in puncto Oberflächengeometrie und -materialien kann Domino flexibel auf kundenspezifische Anforderungen reagieren.

Domino setzt mit TTO-Kennzeichnung auf Tyvek-Rollenware Benchmark bei PAC Machinery Group

Mit diesem Thema hat sich auch die PAC Machinery Group aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Ohio auseinandergesetzt.

Das Unternehmen sieht sich als einer der Pioniere in seiner Branche und war eines der ersten weltweit, das validierte Maschinen für die Verpackung von Medizinprodukten lieferte.

"Es war immer unser Ansatz, Lösungen anzubieten, die auf die Bedürfnisse des Anwenders zugeschnitten sind“, sagt Mark Goldman, Chief Operating Officer der PAC Machinery Group.

Diesen Gedanken galt es nun auch auf die UDI-Kennzeichnung zu übertragen, speziell auf das Bedrucken des Materials Tyvek. Viele Tests dazu waren der erste Schritt.

„Als wir begannen zu experimentieren, fanden wir heraus, dass Domino der einzige Anbieter von Kennzeichnungslösungen war, der uns effektiv unterstützen konnte“, erklärt Goldman.

 

Das Unternehmen musste die von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA erlassenen Anforderungen zu UDI erfüllen. Diese geben vor, dass alle US-amerikanischen Hersteller von Medizinprodukten serialisierte Codes auf jeder Produktverpackung aufbringen müssen.

Also musste Clamco diese im Kundenauftrag auf die Verpackungen von Medizinprodukten drucken, die zum Teil aus anspruchsvollen Substraten wie Tyvek/Poly-Rollenware bestehen.

Diese Aufgabe ließ sich mit einem in die Magnum-Beutelverpackungsmaschine integrierten Hochgeschwindigkeits-Thermotransferdrucker vom Typ V320i erfüllen. Damit lässt sich die Tyvek-Seite des Rollenmaterials bedrucken, ohne dass ein zusätzliches Etikett auf der Folienseite erforderlich ist.

Die effektive Kennzeichnungslösung, in Form des Domino V320i Thermotransferdruckers, bietet dem Unternehmen die notwendige Zuverlässigkeit und Haltbarkeit und setzt bei Clamco und seinen Kunden den Standard zur erfolgreichen Erfüllung der Kunden- und Gesetzesanforderungen.

 

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